Freitag, 13. Februar 2009

Die Traumreise

Die Traumreise

Im Winter unter Schnee und Eis
sprach ein Frosch zum ander'n leis:
"So bitterkalt wie dieses Jahr
schon lange nicht der Winter war".

"So langsam wird mir das zu dumm,
man liegt die ganze Zeit nur 'rum
und ist vor Kälte steif und starr.
Ich wand're aus, bin doch kein Narr.

Ich geh' nach Afrika wo's warm.
Dort hat das Leben viel mehr Scharm,
denn dort scheint die Sonne nur,
von Schnee und Eis gar keine Spur.

Da geh' ich schwimmen jeden Tag.
Manchmal ich 'ne Mücke jag'-
Den Rest des Tages und zwar pur,
genieße ich in der Natur.

Ich ruh' mich aus, das will ich meinen,
lass von der Sonne mich bescheinen
und Nacht für Nacht ganz unbeschwert,
genieße ich das Froschkonzert.

Im Märzen, spätestens April
ich meine Reis' beginnen will.
Was soll ich in der Kälte hier,
wo ich zu Eis noch 'mal gefrier'?

Komm' mit mein Freund, ich lad' dich ein
kannst gern' mein Wegbegleiter sein.
So machen wir gemeinsam dann
in Afrika die Fliegen an."

Gesagt, gequakt und abgemacht.
Es wurd' noch eine lange Nacht,
die man bei uns auch Winter nennt.
Die Frösche haben nur gepennt.

Der Tauwind kam, er blies mit Fleiß
und schmolz hinweg den Schnee, das Eis.
Die Natur im Sonnensegen
begann sich aus dem Schlaf zu regen.

Auch die Frösche ganz gemach,
regten sich und wurden wach.
Streckten ihre starren Glieder.
Frühling war es, endlich wieder.

Sie wühlten aus dem Schlamm sich schnell,
tatsächlich draußen wurd' es hell.
Ausgeruht, voll frischer Kraft
gingen sie auf Wanderschaft.

Bis Afrika da ist es weit.
Ja Afrika das hat noch Zeit,
haben die beiden sich gesagt
und wie jedes Jahr gequakt.

Das Froschjahr begann freudenreich.
gar lustig ging es zu am Teich.
Mücken gab es weit und breit.
All zu schnell verging die Zeit.
Eh' die Frösche sich versahen
spürten sie den Herbstwind nahen.
Die Schwalben sammelten sich schon
zum Verlassen der Region.

Die beiden Fröschlein traumversunken,
hörte man am Schilfrand unken.
"Afrika, wie gern' wär'n wir
in Afrika jetzt und nicht hier".

Am Ufersaum gleich nebenan
hörte der Storch die Rede an,
und weil der gute Adebar
Für Frösche stets zu haben war
lud er die beiden ein zur Reise,
nach Afrika auf seine Weise.

So sind die Frösche letztlich doch
nach Afrika gekommen noch.
R.W.Aristoquakes

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